Mit den ersten beiden Max Planck Centern in Singapur ist Max-Planck nun auch in Südostasien präsent

21.04.2026 -

Max-Planck-Gesellschaft vertieft Partnerschaft mit der Nanyang Technological University

Am 20. April 2026 wurden an der Nanyang Technological University (NTU) die Verträge für die ersten beiden Max-Planck-Center in Singapur unterzeichnet.

Mit Hilfe automatisierter Experimente und Künstlicher Intelligenz werden im Max-Planck-Singapore-Center for Data-driven Chemistry verlässliche Daten für chemische Reaktionen und neue Materialien erzeugt. Um zu untersuchen, wie biologische Vielfalt und kulturelles Leben einander prägen, vereint das Max Planck – NTU Singapore Centre for Biocultural Worlding Forschende, Künstlerinnen und Künstler, Kuratorinnen und Kuratoren, Juristinnen und Juristen sowie Wissensgemeinschaften.

Es stellen sich dabei viele Fragen, wie: „Welchen Einfluss haben bestimmte Lösungsmittel?", „Welche Katalysatoren beschleunigen den Ablauf der Reaktionen am besten?" oder „Welche Substanzen reagieren wie miteinander und unter welchen Bedingungen?". Damit diese und ähnliche Fragen in der Chemie mit Hilfe von Methoden der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens beantwortet werden können, sind in reproduzierbaren Experimenten gewonnene, verlässliche Daten in ausreichender Präzision und möglichst großer Menge erforderlich.

Die Herausforderungen dabei bestehen zum einen darin, die chemischen Experimente verlässlich zu wiederholen, da die lückenhafte Dokumentation der Experimente in der Fachliteratur nicht alle Einflussfaktoren vollständig aufzeigt. Außerdem werden in der Regel Reaktionen, die nicht planmäßig funktioniert haben, nicht veröffentlicht.

Ziel des Max-Planck-Singapore-Center for Data-driven Chemistry ist es, genau diese Hürden durch Automatisierung und Normung zu überwinden, um verlässliche chemische Daten zu erzeugen, die den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zulassen. Dadurch können neue Erkenntnisse über chemische Reaktionen und die Herstellung neuer Materialien gewonnen werden.

Die beteiligten Max-Planck-Institute ergänzen sich fachlich: Das Team von Peter Seeberger am MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam konzentriert sich auf komplexe chemische Reaktionen und die Automatisierung von Syntheseprozessen, etwa für die Herstellung von Wirkstoffen und Impfstoffen. Die Abteilung Prozesstechnik am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg – unter Leitung von Kai Sundmacher, der zudem CDS-Mitglied ist – setzt auf datengetriebene Methoden. Diese dienen dazu, Stoffeigenschaften vorherzusagen und nachhaltige chemische Produktionsverfahren, Materialien sowie Moleküle gezielt zu entwickeln.

„Unsere Vision ist es, mit datengetriebenen Methoden große molekulare Strukturräume zu explorieren und dabei auf die Suche nach neuartigen Molekülen und Materialstrukturen zu gehen, die optimale Eigenschaften besitzen – beispielsweise hocheffiziente Katalysatoren für die Feinchemie oder umweltfreundliche Lösungsmittel für das Recycling von Kunststoffen", sagt Kai Sundmacher.

 

zum vollständigen Artikel vom Max-Planck-Instituts Magdeburg

Letzte Änderung: 19.05.2026 -
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