Team des Max-Planck-Instituts in Magdeburg erhält Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation - Schlüsseltechnologie für die verbesserte Speicherung erneuerbarer Energien
Schlüsseltechnologie für die verbesserte Speicherung erneuerbarer Energien wird mit Forschungs- und Innovationspreis des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet
Am 11. Juni 2026 wurde ein Team des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg mit dem Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Das Team hat den 1. Platz in der Kategorie „Sonderpreis: Innovativste Vorhaben und Projekte zur Anpassung an den Klimawandel" erhalten.
Der Wissenschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann, verlieh den Preisträgerinnen und Preisträgern Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher, Prof. Dr.-Ing. Ronny Tobias Zimmermann, Luisa Peterson und Alexander Geschke die Auszeichnung für das Projekt „CoSeCats – ein skalierbares, lastflexibles Katalysator-Reaktor-System für die chemische Speicherung von erneuerbarer Energie".
Durch das entwickelte Katalysator-Reaktor-System können Überschüsse aus erneuerbaren Energien wie Sonne oder Wind effizient genutzt und daraus Energiespeicher-Moleküle in chemischen Prozessen erzeugt werden. Der Ansatz ist nicht nur ausgesprochen innovativ, sondern steht auch für ein hohes Maß an Anwendbarkeit. Dank der speziellen Katalysatorpellets ist es möglich, flexible, sichere und kostengünstige Prozesse zu entwickeln, die eine großtechnische Produktion chemischer Energieträger – wie zum Beispiel Methan – ermöglichen.
Ein unerwünscht hoher Temperaturanstieg wird durch den mehrschichtigen Aufbau der Katalysatorpellets unterbunden. Solche Temperaturspitzen können sich bei dynamischen Lastschwankungen infolge der stark schwankenden Verfügbarkeit der erneuerbaren Energien in den Prozessen einstellen.
Das Projekt CoSeCats zeigt eindrucksvoll, dass die Grundlagenforschung entscheidende Schlüsselinnovationen für das Gelingen der Energiewende liefern kann, wenn man Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausreichend Zeit und kreative Spielräume gibt, um unkonventionelle Ideen zu verfolgen. Die Entwicklung von CoSeCats erfolgte über einen Zeitraum von acht Jahren in interdisziplinärer Zusammenarbeit innerhalb der von CDS-Mitglied Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher geleiteten Abteilung Prozesstechnik am Magdeburger Max-Planck-Institut. Die Forschungsarbeiten reichten von der Synthese erster Katalysatormuster über deren Evaluierung im Labormaßstab bis hin zur erfolgreichen Demonstration in einer industrienahen Pilotanlage.
