International Max Planck Research School in Magdeburg erfolgreich gestartet

11.03.2026 -

Erforschung von nachhaltigen chemischen Produktionsverfahren

Im Jahr 2025 hat nach einer erfolgreichen Bewerbungsphase die erste Kohorte von Doktorandinnen und Doktoranden ihre Arbeit an der neuen International Max Planck Research School for Systems and Process Engineering for Sustainable Chemical Production (IMPRS SysProSus) aufgenommen. Vom 1. bis zum 3. März 2026 fand in der Lutherstadt Wittenberg ein Auftakt-Workshop statt. Dort wurden die ersten Forschungsergebnisse vorgestellt und die Projekte wurden enger miteinander vernetzt. Der interdisziplinäre Austausch unter den jungen Forschenden wurde mit Hilfe des Workshops gefördert.

Insgesamt sind vierzehn Doktorandinnen und Doktoranden für die Forschung an der neuen Doktorandenschule nach Magdeburg gekommen. Sie alle stammen aus sechs verschiedenen Ländern, neun darunter sind Frauen. Die IMPRS zeichnet sich durch ein hohes Maß an internationaler Vielfalt und einer ausgewogenen Balance zwischen Männern und Frauen aus. Sie unterscheiden sich alle im akademischen Werdegang und fachlichen Hintergründen, so werden verschiedene Perspektiven eingebracht, worin sich der interdisziplinäre Charakter der Doktorandenschule widerspiegelt.

Die IMPRS SysProSus ist eine gemeinsame Einrichtung des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sie bietet erstklassige wissenschaftliche Ausbildungsbedingungen und Promotionsarbeiten werden unterstützt, die sich spezifisch mit neuen Lösungsansätzen für den Ersatz fossiler Rohstoffe in der chemischen Produktion durch erneuerbare Kohlenstoffquellen, insbesondere biogene Reststoffe und Kunststoffabfälle, befassen .

Die IMPRS for Advanced Methods in Process and Systems Engineering endete im August 2025 nach 18 Jahren erfolgreicher Arbeit. Sie wurde 2007 gegründet und widmete sich vor allem Promotionsprojekten, die innovative mathematische und systemwissenschaftliche Ingenieurforschung verbunden haben und sich mit komplexen Fragestellungen aus der Analyse, dem Design und der Optimierung chemischer und biochemischer Prozesse auseinandersetzten.

Im November 2024 wurde der Antrag zur Gründung der IMPRS SysProSus von einer wissenschaftlichen Kommission unter dem Vorsitz des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft für erst einmal sechs Jahre bewilligt.

Zukünftig sollen in Zusammenarbeit zwischen dem Max-Planck-Institut und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Pionierarbeiten in folgenden Bereichen geleistet werden:

  • Nachhaltige chemische Produktion unter Verwendung erneuerbarer Kohlenstoffquellen und Energien,

  • Intelligente, ressourceneffiziente und autonome Prozesssysteme,

  • Fortschrittliche Berechnungsmethoden und Algorithmen für den Entwurf, die Steuerung und die Regelung neuer chemischer Produktionsverfahren.

Das Ziel der IMPRS ist es, die nächste Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auszubilden. Sie sollen nicht nur in der Lage sein, technologische Spitzenleistungen zu erbringen, sondern in stärkerem Maße als bisher auch Aspekte der ökonomischen Effizienz, der Umweltverträglichkeit, der Ressourcenschonung und der gesellschaftlichen Akzeptanz von neuen Prozesstechnologien in ihre Forschungsarbeiten einzubeziehen.

Die IMPRS kooperiert eng mit dem Forschungszentrum für Dynamische Systeme (CDS) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Zur offiziellen Pressemitteilung des Max Planck Intituts Magdeburg

 

Letzte Änderung: 12.03.2026 -
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